Fastenzeit – Passionszeit. Eine Zeit der Vorbereitung, Besinnung und Buße, der Sehnsucht und des Verzichts, aber keineswegs eine Zeit ohne Freude. Eine Zeit um innezuhalten, zur Ruhe zu kommen – und sich bei Musik von Johann Sebastian Bach ganz auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Im Zeitraum von 10. März bis 14. April 2019 bringt die Violinistin Franziska Strohmayr alle sechs Solosonaten und Partiten für Violine Solo (BWV 1001 – 1006) von Johann Sebastian Bach in der Johanneskirche zur Aufführung:

  • Sonntag, 10.03. 17:00 Uhr: C-Dur Solosonate BWV 1005
  • Sonntag, 17.03. 17:00 Uhr: h-Moll Partita BWV 1002
  • Sonntag, 24.03. 17:00 Uhr: a-Moll Solosonate BWV 1003
  • Sonntag, 31.03. 17:00 Uhr: g-Moll Solosonate BWV 1001
  • Sonntag, 07.04. 17:00 Uhr: d-Moll Partita BWV 1004
  • Sonntag, 14.04. 17:00 Uhr: E-Dur Partita BWV 1006

Es handelt sich dabei um ein wahres Herzensprojekt der Musikerin; um Musik, die sie seit Jahren begleitet und sowohl zum Schwierigsten als auch Schönsten der Geigenliteratur zu zählen ist, und die stets Demut und tiefe Dankbarkeit in ihr zurücklässt.

Franziska Strohmayr: „Zu den schönsten Erlebnissen als Violinistin zählen für mich Aufführungen von Bachs Werk für Solovioline in Kirchen. Es sind Momente, in denen das Alltägliche seine Bedeutung verliert. Alles konzentriert sich auf den Klang der Violine, der sich, gleich einer Kuppel, im Kirchenraum aufspannt, und es bleibt das gemeinsame Staunen, dass es Bach vor 300 Jahren geschafft hat, in Werken für nur ein Instrument alles Wesentliche was uns heute berührt, in Noten festzuhalten.“

An jeweils sechs Tagen erklingt eine halbe Stunde Musik. Dreißig Minuten um die Sinne zu schärfen, sich auf das Wesentliche im Leben zu besinnen und die großartigen Blüten unserer Kultur zu bewundern – im Kirchenraum, der die Musik frei „atmen“ lässt.

Franziska Strohmayr: „Ich möchte mit der Musik, die ich spiele, etwas aussagen, gerade auch mit diesem Programm: Es lohnt sich, in die Extreme zu gehen, etwas zu wagen und nicht dem Mainstream zu folgen, sondern dem Gefühl der inneren Notwendigkeit.
Deshalb spiele ich das Bach-Programm in der Fastenzeit. Weil ich alle ZuhörerInnen dazu einladen möchte, zur Ruhe zu kommen, sich Zeit zu nehmen, hinein zu fühlen, was für sie das Wesentliche im Leben ist. Und es lohnt sich, sich darauf einzulassen.“

Mehr Informationen über Franziska Strohmayr finden Sie auch unter www.franziska-strohmayr.com oder auch in einem Youtube-Video.